













































GORLEBEN-CHRONIK
Das Jahr 1987
10 Jahre Protest in Gorleben
Schwerer Unfall in Schacht 1 des Bergwerks in Gorleben. "Transnuklearskandal" betrifft auch Atommüll im Zwischenlager, Proteste gegen den Bau der PKA.
Quelle: wikipedia.org
Februar
März
25.03.1987
29.03.1987
April
Transnuklear-Skandal
Die Ermittlungen ergeben bis Jahresende:
- Hunderte von Transporten zwischen Deutschland und dem belgischen Atomforschungszentrum Mol, deren Ladung stärker strahlte, als die Papiere aussagten;
- Hunderte von Gegentransporten in die Bundesrepublik, die angeblich behandelten deutschen Atommüll brachten, mit denen in Wirklichkeit aber die Belgier ihren Abfall loswurden;
- Schmiergelder in Millionenhöhe, mit denen Transnuklear fast alle Beteiligten des illegalen Abfallkreislaufs bestochen hatte.
Falsch deklarierte Fässer lagern auch im Gorlebener Zwischenlager. Die Gewerbeaufsicht beschlagnahmt die Gebinde. Alle 1 222 Fässer werden in 34 Auslagerungschargen von 1992 bis 1998 aus dem Zwischenlager zur Nachkonditionierung abtransportiert. Davon wurden 308 Fässer mit "Mol-Verdacht" identifiziert.
02.04.1987
Mai
01.05.1987
Schwerer Unfall im Schacht 1 in Gorleben
12.05.1987
Ursache für den Unfall, so erklärt Hans-Werner Tonscheydt, Abteilungsleiter der am Bau beteiligten Firma Thyssen Schachtbau, sei ein plötzlich auftretender hoher Druck des umgebenden Gebirges gewesen. Das habe "niemand voraussehen können", behauptet Tonscheydt kurz nach dem Unfall vor einem Landtagsausschuß. Doch schon vor Beginn der Arbeiten hatte der Kieler Geologe Professor Klaus Duphorn auf die Gefahren des "schwer beherrschbaren" Deck-Gebirges über dem Gorlebener Salzstock hingewiesen und die Erkundung anderer Standorte empfohlen.
Seit dem Unfall ruhen die Arbeiten und die Gorlebener Bergleute sind auf Kurzarbeit gesetzt. Durch eine Strafanzeige der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und der daraus resultierenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen kommt es zum Baustopp für eineinhalb Jahre.
16.05.1987
Quelle: Lieber aktiv als radioaktiv II, LAIKA-Verlag
Juni
07.06.1987
17.06.1987
Quelle: wikipedia.org
23.06.1987
Juli
10.07.1987
22.07.1987
August
Oktober
01.10.1987
Dezember
04.12.1987
11.12.1987
Die ganze Geschichte:

2001
Zwei Atommülltransporte rollen nach Gorleben, einer im März, ein zweiter im November. X-tausend Menschen stellen sich quer und WiderSetzen sich. Der Betonblock von Süschendorf zwingt den Castor zum Rückwärtsgang. Der Widerstand bekommt ein Archiv, die Bundestagsabgeordneten ein Denkmal, die „Gewissensruhe“.

2005
25 Jahre nach der „Republik Freies Wendland“ und 10 Jahre nach dem ersten Castortransport ist die Entsorgung des Atommülls weiter ungelöst. In die Debatte um die Entsorgung des Atommülls und die Zukunft der Atomenergie kommt Bewegung, die Veränderungssperre für den Salzstock wird verlängert. Container brennen, Bauern ziehen sich aus – und im November rollt der nächste Atommüllzug ins Zwischenlager.

2009
Brisante Enthüllungen: Gorleben wurde aus politischen Motiven zum Endlagerstandort. Seit Jahren wird nicht nur „erkundet“, sondern ein Endlager gebaurt. „Mal so richtig abschalten“ – ein Protest-Treck aus dem Wendland führt zu einer großen Demo gegen AKW-Laufzeitverlängerung nach Berlin. Kein Castortransport, seit Oktober finden jeden Sonntag Spaziergänge um das Bergwerk statt.

2024
Die BI fordert einen Transportestopp ins Fasslager und den Neubau der Zwischenlagerhalle aus Sicherheitsgründen, denn die Castoren werden noch lange hier bleiben müssen. Der „Rückbau“ des verhinderten Endlagers wird immer teurer, Ende November beginnt dann endlich das Zuschütten: 400.000to Salz kommen zurück unter die Erde. Ein Meilenstein.

1981
Gorleben-Hearing in Lüchow zum Bau des Zwischenlagers und massiver Protest gegen das AKW Brokdorf. Nach Bohrungen werden die Zweifel an der Eignung des Salzstock Gorleben für ein Endlager „größer, nicht kleiner“. Doch Gegner*innen des Projekts seien „Schreihälse, die bald der Geschichte angehören“, meinen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Oppositionsführer Helmut Kohl.

2001
Zwei Atommülltransporte rollen nach Gorleben, einer im März, ein zweiter im November. X-tausend Menschen stellen sich quer und WiderSetzen sich. Der Betonblock von Süschendorf zwingt den Castor zum Rückwärtsgang. Der Widerstand bekommt ein Archiv, die Bundestagsabgeordneten ein Denkmal, die „Gewissensruhe“.

2005
25 Jahre nach der „Republik Freies Wendland“ und 10 Jahre nach dem ersten Castortransport ist die Entsorgung des Atommülls weiter ungelöst. In die Debatte um die Entsorgung des Atommülls und die Zukunft der Atomenergie kommt Bewegung, die Veränderungssperre für den Salzstock wird verlängert. Container brennen, Bauern ziehen sich aus – und im November rollt der nächste Atommüllzug ins Zwischenlager.

2009
Brisante Enthüllungen: Gorleben wurde aus politischen Motiven zum Endlagerstandort. Seit Jahren wird nicht nur „erkundet“, sondern ein Endlager gebaurt. „Mal so richtig abschalten“ – ein Protest-Treck aus dem Wendland führt zu einer großen Demo gegen AKW-Laufzeitverlängerung nach Berlin. Kein Castortransport, seit Oktober finden jeden Sonntag Spaziergänge um das Bergwerk statt.

2024
Die BI fordert einen Transportestopp ins Fasslager und den Neubau der Zwischenlagerhalle aus Sicherheitsgründen, denn die Castoren werden noch lange hier bleiben müssen. Der „Rückbau“ des verhinderten Endlagers wird immer teurer, Ende November beginnt dann endlich das Zuschütten: 400.000to Salz kommen zurück unter die Erde. Ein Meilenstein.

1981
Gorleben-Hearing in Lüchow zum Bau des Zwischenlagers und massiver Protest gegen das AKW Brokdorf. Nach Bohrungen werden die Zweifel an der Eignung des Salzstock Gorleben für ein Endlager „größer, nicht kleiner“. Doch Gegner*innen des Projekts seien „Schreihälse, die bald der Geschichte angehören“, meinen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Oppositionsführer Helmut Kohl.