













































GORLEBEN-CHRONIK
Das Jahr 1976
Gorleben taucht auf
(...) In einer zweiten Version der TÜV-Studie wurde handschriftlich der Standort Gorleben ergänzt und als am besten geeignet befunden. (...)
Januar
15.01.1976
Februar
Quelle: Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv II, LAIKA-Verlag
Mai
Juli
16.07.1976
Quelle: Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv II, LAIKA-Verlag
August
30.08.1976
September
18.09.1976
Quelle: Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv II, LAIKA-Verlag
20.09.1976
Quelle: Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv II, LAIKA-Verlag
Oktober
30.10.1976
November
Die verbliebenen 33 Standorte werden mit Hilfe eines Punkte-Schemas bewertet. Der Gorlebener Salzstock erreichte dabei lediglich 32 von insgesamt 266 Punkten, kam aber dennoch in die engere Auswahl der sieben "bestgeeigneten" Standorte. Auf Platz Eins fand sich das schleswig-holsteinische Örtchen Nieby bei Flensburg. Gorleben taucht in diesem Untersuchungsbericht nicht auf. Der TÜV Hannover legt eine Tabelle vor, in der 8 Standorte verglichen werden und favorisiert Nieby in Schleswig-Holstein. Der Salzstock hätte dort aber nicht direkt unter dem Entsorgungszentrum liegen können.
08.11.1976
Gorleben taucht auf
11.11.1976
Nach dem Treffen ist Ministerpräsident Albrecht - zur Überraschung seiner Kollegen - ernsthaft bereit, einen Standort für ein NEZ in Niedersachsen zu benennen. Aber nur einen einzigen, nicht mehrere.
"Das Ergebnis Ihrer Besprechung hat unter den Beamten Überraschung ausgelöst", schreibt Abteilungsleiter Naß noch am 11. November an Albrecht. Überraschung deshalb, "weil die Landesregierung damit ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt hat, einen Standort – unter der Voraussetzung: Sicherheit – zur Verfügung zu stellen". Der zuständige Abteilungsleiter hielt die Entscheidung über einen Standort für verfrüht.
Die IMAK erhält den Auftrag, für die Kabinettssitzung am 14. Dezember eine Vorlage zu erarbeiten für eine Standortentscheidung. Der Auftrag lautete: Kein Vorschlag zugunsten eines Standortes, eine Gegenüberstellung der in Fragekommenden Standorte, streng vertraulich.
18.11.1976
Der Standort Wahn wird wegen eines Schießplatzes der Bundeswehr gestrichen.
29.11.1976
Quelle: Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv II, LAIKA-Verlag
Dezember
Anfang Dezember
01.12.1976
09.12.1976
15.12.1976
17.12.1976
21.12.1976
29.12.1976
Die ganze Geschichte:

2001
Zwei Atommülltransporte rollen nach Gorleben, einer im März, ein zweiter im November. X-tausend Menschen stellen sich quer und WiderSetzen sich. Der Betonblock von Süschendorf zwingt den Castor zum Rückwärtsgang. Der Widerstand bekommt ein Archiv, die Bundestagsabgeordneten ein Denkmal, die „Gewissensruhe“.

2005
25 Jahre nach der „Republik Freies Wendland“ und 10 Jahre nach dem ersten Castortransport ist die Entsorgung des Atommülls weiter ungelöst. In die Debatte um die Entsorgung des Atommülls und die Zukunft der Atomenergie kommt Bewegung, die Veränderungssperre für den Salzstock wird verlängert. Container brennen, Bauern ziehen sich aus – und im November rollt der nächste Atommüllzug ins Zwischenlager.

2009
Brisante Enthüllungen: Gorleben wurde aus politischen Motiven zum Endlagerstandort. Seit Jahren wird nicht nur „erkundet“, sondern ein Endlager gebaurt. „Mal so richtig abschalten“ – ein Protest-Treck aus dem Wendland führt zu einer großen Demo gegen AKW-Laufzeitverlängerung nach Berlin. Kein Castortransport, seit Oktober finden jeden Sonntag Spaziergänge um das Bergwerk statt.

2024
Die BI fordert einen Transportestopp ins Fasslager und den Neubau der Zwischenlagerhalle aus Sicherheitsgründen, denn die Castoren werden noch lange hier bleiben müssen. Der „Rückbau“ des verhinderten Endlagers wird immer teurer, Ende November beginnt dann endlich das Zuschütten: 400.000to Salz kommen zurück unter die Erde. Ein Meilenstein.

1981
Gorleben-Hearing in Lüchow zum Bau des Zwischenlagers und massiver Protest gegen das AKW Brokdorf. Nach Bohrungen werden die Zweifel an der Eignung des Salzstock Gorleben für ein Endlager „größer, nicht kleiner“. Doch Gegner*innen des Projekts seien „Schreihälse, die bald der Geschichte angehören“, meinen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Oppositionsführer Helmut Kohl.

2001
Zwei Atommülltransporte rollen nach Gorleben, einer im März, ein zweiter im November. X-tausend Menschen stellen sich quer und WiderSetzen sich. Der Betonblock von Süschendorf zwingt den Castor zum Rückwärtsgang. Der Widerstand bekommt ein Archiv, die Bundestagsabgeordneten ein Denkmal, die „Gewissensruhe“.

2005
25 Jahre nach der „Republik Freies Wendland“ und 10 Jahre nach dem ersten Castortransport ist die Entsorgung des Atommülls weiter ungelöst. In die Debatte um die Entsorgung des Atommülls und die Zukunft der Atomenergie kommt Bewegung, die Veränderungssperre für den Salzstock wird verlängert. Container brennen, Bauern ziehen sich aus – und im November rollt der nächste Atommüllzug ins Zwischenlager.

2009
Brisante Enthüllungen: Gorleben wurde aus politischen Motiven zum Endlagerstandort. Seit Jahren wird nicht nur „erkundet“, sondern ein Endlager gebaurt. „Mal so richtig abschalten“ – ein Protest-Treck aus dem Wendland führt zu einer großen Demo gegen AKW-Laufzeitverlängerung nach Berlin. Kein Castortransport, seit Oktober finden jeden Sonntag Spaziergänge um das Bergwerk statt.

2024
Die BI fordert einen Transportestopp ins Fasslager und den Neubau der Zwischenlagerhalle aus Sicherheitsgründen, denn die Castoren werden noch lange hier bleiben müssen. Der „Rückbau“ des verhinderten Endlagers wird immer teurer, Ende November beginnt dann endlich das Zuschütten: 400.000to Salz kommen zurück unter die Erde. Ein Meilenstein.

1981
Gorleben-Hearing in Lüchow zum Bau des Zwischenlagers und massiver Protest gegen das AKW Brokdorf. Nach Bohrungen werden die Zweifel an der Eignung des Salzstock Gorleben für ein Endlager „größer, nicht kleiner“. Doch Gegner*innen des Projekts seien „Schreihälse, die bald der Geschichte angehören“, meinen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Oppositionsführer Helmut Kohl.