Veröffentlichungen

GR_2017_01_02_Webfolgende Texte sind unter anderem in der Gorleben Rundschau erschienen:

Undine von Blottnitz

07.11.2018

Undine von Blottnitz war Mitbegründerin der BI-Lüchow-Dannenberg und der Bäuerlichen Notgemeinschaft und 1977 eine der Ersten, die ihre Stimme gegen die Lagerung von atomarem Müll in Gorleben erhoben hat. Sie hat für die Grünen und für ihre Region gestritten, verhandelt und demonstriert. Unerschrocken, couragiert und geradeaus machte sie Politik. 1979 wurde Undine das erste Mal zu einer Geldstrafe verurteilt. Gemeinsam mit ihrem Mann Fritz hatte sie an Blockaden teilgenommen. weiterlesen »

Die lachende Sonne

07.11.2018

„Atomkraft? Nein Danke“, die lachende Sonne, ist wohl jedem Leser bekannt. Das Sonnenlogo ist in 55 Sprachen übersetzt und wurde als Aufkleber, Button, auf Fahnen, Plakaten und Flugblättern durch die Welt getragen. Aber wer hat’s erfunden? weiterlesen »

WAA Dragahn

07.11.2018

Dragahn 1983 mitten im großen Naturpark „Elbufer-Drawehn“: 13 Häuser, 35-Seelen, eine Försterei, ein Bushäuschen, viele Damhirsche und das abgeschirmte Gelände einer Delaborieranlage. Alles sehr geheimnisumwittert. Im November 1982 unterrichtet Ministerpräsident Ernst Albrecht die Kommunalpolitiker von der Absicht der Niedersächsischen Landesregierung. Dragahn wird als Standort für eine WAA vorgeschlagen. weiterlesen »

Der Alt-Bräsig-Pokal

07.11.2018

Sportplatz in Breselenz am 28. Juni 2003, der „Wild Wendish Cup“ um den Alt-Bräsig-Pokal wird ausgetragen. Ein Spektakel der besonderen Art. Mit Spaß und Lebensfreude wurden vor dem nächsten Castortransport auf dem grünen Rasen ausgiebig Tempogegenstoß, Sturmlauf, Verteidigung, Raumdeckung, fiese Bananenflanken und wendländische Geschlossenheit geübt. weiterlesen »

Zum Gedenken an Francis – der heiße Sommer 1994

16.07.2018

Neun Tage vor dem angekündigten ersten Castor-Transporttermins beginnen AtomkraftgegnerInnen am 2. Juli im Gorlebener Wald, auf dem Salinas Gelände, mit dem Bau eines Hüttendorfs. Aus dem Unterholz erwächst Castornix. weiterlesen »

Unsere Geschichte: Die Initiative60

28.06.2018

Die Initiative60 gründete sich 1983, als ein erster großer Nuklear-Transport angekündigt war. „Wir können doch nicht verantworten, dass die jungen Leute verstrahlt werden“, hatte jemand zu bedenken gegeben. „Lasst uns Ältere in die erste Reihe. Sollten wir Krebs bekommen, ist es nicht mehr so tragisch.“ Das wurde ihr Motto. Sie standen auf der Straße, wenn bevorstehende Atomtransporte ins Wendland rollten, und sie engagierten sich nach der Benennung von Dragahn als Standort für die geplante Wiederaufarbeitungsanlage. weiterlesen »

Prof. Klaus Duphorn

01.02.2018

Aussagen kritischer Wissenschaftler zum Thema Gorleben wurden in den zahlreichen Anhörungen grundsätzlich als unqualifiziert abgetan. Dabei schreckte man vor Verunglimpfung unliebsamer Professoren nicht zurück. So erging es auch dem Geologen Prof. Klaus Duphorn vor vielen Jahren. Nach der Standortbenennung Gorlebens wurde er von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) beauftragt, ein Gutachten zur Erkundung der hydrogeologischen Verhältnisse und der Geologie der Deckschichten über dem Salzstock zu erstellen. weiterlesen »

März 1997 – der dritte Castortransport ist im Anrollen

01.12.2017

März 1997 – der dritte Castortransport ist im Anrollen. Der Widerstand wächst. So muss auch die Polizei nachlegen: Immer mehr Polizisten müssen untergebracht und verpflegt werden. Die Unterkünfte werden knapp. Es braucht mehr Platz als nur die Polizeikaserne in Lüchow und ähnliche Gebäude anderswo. Weitere Räume in öffentlichem Besitz sind gefragt, so wählt man die Sporthallen im Schulzentrum Dannenberg und in der Schule in Hitzacker – beide nah genug an der Transportstrecke. weiterlesen »

IDAS – Motoradfahrer/-innen gegen Atomkraft

01.10.2017

1995 gründeten Motoradfahrer/-innen im Wendland die Gruppe „Idas“, benannt nach dem gleichnamigen Helden der griechischen Mythologie: Idas erschlug seinen Cousin, den Castor, im Kampf. Sie gaben bekannt: „Wir sind eine kleine Gruppe von Menschen, die offen gegen Atomkraft (quer) stehen und dieses auch zu Castor-Transport-Zeiten öffentlich tun. Deswegen haben wir uns innerhalb der Kuhlen Wampe organisiert.“ weiterlesen »

DWK-Butterfahrten 1977

01.08.2017

Die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK) stieß mit ihren Plänen einer WAA in Dragahn und dem Bau eines Nuklearen Entsorgungszentrums in Gorleben auf unerwartet starke Ablehnung. Infobusse wurden mit Mist bedacht und Demonstrationen organisiert. Und auch die angebotenen atomaren „Butterfahrten“ nach Karlsruhe und in die französische WAA in Cap de la Hague trugen eher zur Beunruhigung als zur Versachlichung der Diskussion bei. weiterlesen »

Castor-Sixpack im März 1997

01.06.2017

Beim Castor-Sixpack im März 1997 zählten alle Seiten neue Superlative. Über 20 000 Menschen verteilten sich nach einem vorher besprochenen „Streckenkonzept“ auf der gesamten Länge der Schienen- und Straßenstrecke im Wendland. Die Camps , in denen viele Auswärtige Quartier bezogen, wurden von hiesigen Castorgruppen organisiert und versorgt. weiterlesen »

Ostern 1980

01.04.2017

Bevor es zu 1004 kam, war Ostern, und in der Nacht zum 8. April 1980 bereiteten rund 1500 Frauen aus dem In- und Ausland der Polizei an der Tiefbohrstelle 1003 in Gorleben eine ziemlich unruhige Nacht. Aus Marmeladeneimern und Waschmaschinentrommel dröhnte ein ohrenbetäubendes Klappern, Pfeifen und Getöse über die Gorlebener Waldbrandfläche. weiterlesen »

Wendolina

01.02.2017

Als am 8.5.1996 ermüdete und von Wasserwerfern durchnässte Atomkraftgegner völlig resigniert nach der Blockade des zweiten Castor-Transportes vom Zwischenlager Gorleben nach Lüchow zurückkehrten, gab es ein positives Zeichen. Auf dem Jeetzeler Berg ging die erste Windkraftanlage des Wendlandes in Betrieb. weiterlesen »

Februar 1979, Gartow

01.12.2016

Es ist 8. Februar 1979 als 115 Trecker und Mähdrescher die Teilnehmer des Bundesausschusses in Gartow empfangen. Das Thema Informationspolitik zu Gorleben. weiterlesen »

Günter Zint

01.10.2016

Günter Zint ist am 27. Juni 75 Jahre alt geworden. Dieser Mann hat viel fotografiert und trotz Presseausweis, mehrere Kameras eingebüßt. Irgendwann sagte er einmal: „Es ist verdammt gefährlich zu fotografieren und dokumentieren, wie der Staat für Ruhe und Ordnung sorgt.“ weiterlesen »

Castor 1994

01.08.2016

Spätestens seit dem Sommer 1994, als der Alarm „der Castor kommt“ im Wendland eine Vielzahl von Aktivitäten, großformatigen Anzeigen bis zu einem zweiwöchigen Hüttendorf entstehen ließ, war klar, dass die Anti-Atom-Bewegung, zuvor scheinbar im Tiefschlaf versunken, wieder zum Leben erwacht war. weiterlesen »

Werkstatt Rixdorfer Drucke

01.06.2016

Die „Werkstatt Rixdorfer Drucke“ vier politisch engagierter Künstler aus Berlin und Lüchow-Dannenberg hat im Wendland einige Berühmtheit erlangt: 1978 erschien dort der einzigartige „Entsorgungskalender 1978, den Atompark Gorleben betreffend“. weiterlesen »

Ein Gorleben Hearing

01.04.2016

Ende Januar 1981 veranstaltete die Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) im Lüchower Gildehaus ein dreitägiges, nichtöffentliches Anhörungsverfahren für das geplante Zwischenlager in Gorleben. weiterlesen »

Gorleben vor 37 Jahren

01.02.2016

Heiße Kartoffeln“ – das ist ein Theaterstück in 15 Bildern, in dem es um einen Bauern namens Pankow geht, der für guten Profit Land an die Atomindustrie verkaufen kann, es aber schließlich trotz massiver Bedrohung wie Bestechung, Fotoaufnahmen und Rauschgiftvorwürfen nicht tut. weiterlesen »

Vor 35 Jahren

01.11.2015

4. Juni 1980, 9.50 Uhr: Die erste Hütte auf der Bohrstelle 1004 in Gorleben fällt. BGS-Hubschrauber, Planierraupen, Wasserwerfer und tausende Polizist/-innen, die das Hüttendorf in Gorleben gewaltsam räumen. weiterlesen »