Zum Gedenken an Francis – der heiße Sommer 1994

Neun Tage vor dem angekündigten ersten Castor-Transporttermins beginnen AtomkraftgegnerInnen am 2. Juli im Gorlebener Wald, auf dem Salinas Gelände, mit dem Bau eines Hüttendorfs. Aus dem Unterholz erwächst Castornix. Weiterlesen

Pressemitteilung: Gorleben Archiv verzeichnet „Bedeutungszuwachs“

„Idealer Ort zur Verbindung von Dokumentation, Forschung und Bildungsarbeit“

Das Gorleben Archiv hat im vergangenen Jahr einen „spürbaren Bedeutungszuwachs“ erfahren. Das sagte die Vorstandssprecherin Gabi Haas auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des in Lüchow ansässigen Vereins. Einerseits sei das öffentliche Interesse an den vom Gorleben Archiv gesammelten Dokumenten noch einmal deutlich angestiegen. So hat Archivleiterin Birgit Huneke im Jubiläumsjahr der Standortbenennung eine wahre Flut von Anfragen durch Presse, Funk und Fernsehen bearbeitet und etliche Jungforscher bei ihren Jahres-, Bachelor- oder Doktorarbeiten unterstützt. Gleichzeitig sei der Verein auf seinem Weg hin zu einer stärkeren Vernetzung und Kooperation mit Universitäten und anderen kulturellen Institutionen einen Riesenschritt vorangekommen.

Befördert wurde diese Entwicklung aus Sicht des Vorstands maßgeblich durch die Erarbeitung einer umfangreichen Rahmenkonzeption zur Zukunft des Gorleben-Archivs unter der Federführung des Instituts für Didaktik der Demokratie (IDD) an der Leibniz Universität Hannover. Diese vor allem vom Lüneburgischen Landschaftsverband (LLV), aber auch der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg und anderen Spendern finanzierte Machbarkeitsstudie wurde Ende 2017 fertiggestellt und dient dem Verein als wichtige Argumentationshilfe bei der Einwerbung von Fördergeldern. Ihre Autoren bewerten das Gorleben Archiv als einen „idealen Ort zur Verbindung von Dokumentation, Forschung und Bildungsarbeit“, an dem exemplarisch die Bedeutung sozialer Bewegungen für die Demokratieentwicklung vermittelt werden könne.

Ausstellungsprojekt zum 40. Jahrestag des Gorleben-Trecks

Genau das ist auch das Thema eines für das kommende Jahr geplanten Ausstellungsprojekts, das das Gorleben Archiv in Kooperation mit den Demokratieforschern vom IDD und dem Historischen Museum Hannover entwickelt. Inhaltlich geht es dabei um die Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung des „Gorleben-Trecks“, der sich im März 2019 zum 40. Mal jähren wird.

Dazu Haas: „Der legendäre Protestzug der wendländischen Bauern nach Hannover war Impulsgeber und Motor einer sozialen Bewegung, die nicht nur die Atompolitik im Land beeinflusst, sondern auch viele gesellschaftliche Bereiche in der Region geprägt und verändert hat.

Mit zwei Sonderausstellungen in Lüchow und Hannover sowie einem begleitenden Veranstaltungsprogramm soll an dieses markante Ereignis der niedersächsischen Zeitgeschichte erinnert werden. Anekdote am Rande: Anwälte versuchen jetzt, für den beschlagnahmten und seit Jahrzehnten als „Wiederholungstäter“ quasi inhaftierten Trecker des verstorbenen Landwirts Adi Lambke eine „Freilassung“ oder zumindest einen „Hafturlaub“ zu erreichen, um ihn im nächsten Jahr auf der Ausstellung zu präsentieren.

Echtes Teamgefühl, aber prekäre Finanzsituation

Weitere Projekte des Archivs wurden 2017 erfolgreich abgeschlossen. Beispielsweise konnten rund 420 Gorleben-Plakate aus vierzig Jahren Protestgeschichte mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur digitalisiert und mit Erläuterungen versehen werden, die nun über die Webseite vom Kulturerbe Niedersachsen öffentlich zugänglich sind (http://kulturerbe.niedersachsen.de/viewer). Auch die vom Gorleben Archiv eng begleiteten Ausgrabungen des Archäologen Attila Dézsi auf dem Gelände der Republik Freies Wendland, die für ein großes Medienecho sorgten, sind beendet. Dézsi wird seine Fundstücke und Forschungsergebnisse so bald wie möglich der Öffentlichkeit präsentieren.

Durch die größere Publizität des Archivs haben nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch die Abgaben aus dem ganzen Bundesgebiet zugenommen.

„Nicht selten sind es wirkliche Schätze, die uns erreichen“, freute sich Archivleiterin Birgit Huneke, wies aber gleichzeitig auch auf die begrenzten Arbeitskapazitäten hin. Immerhin neunzehn Ehrenamtliche unterstützen sie bei der Bearbeitung der Bestände. Durch deren großes Engagement, so Huneke, sei im Archiv „ein echtes Teamgefühl“ entstanden. Viel zu tun gibt es auch für den vierköpfigen Vorstand, der ohne Gegenstimme wiedergewählt wurde (Gabi Haas als 1. Sprecherin, Wolf Römmig als 2. Sprecher, Hans-Werner Zachow als Schriftführer und Konni Ganßauge als Kassenwartin). Grund ist die – wie bei vielen freien Archiven – prekäre Finanzsituation, die den Verein mit seinen 183 Mitgliedern Jahr für Jahr vor große Herausforderungen stellt. Durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und projektbezogene Fördergelder kann sich die Einrichtung gerade so eben über Wasser halten. Der Verein strebt deshalb eine dauerhafte Förderung an. Doch die ist bisher noch nicht in Sicht – trotz des öffentlichen Interesses und der steigenden Bekanntheit des Archivs.

Pressemitteilung vom 28. Juni 2018

Unsere Geschichte: Die Initiative60

Die Initiative60 gründete sich 1983, als ein erster großer Nuklear-Transport angekündigt war. „Wir können doch nicht verantworten, dass die jungen Leute verstrahlt werden“, hatte jemand zu bedenken gegeben. „Lasst uns Ältere in die erste Reihe. Sollten wir Krebs bekommen, ist es nicht mehr so tragisch.“ Das wurde ihr Motto. Sie standen auf der Straße, wenn bevorstehende Atomtransporte ins Wendland rollten, und sie engagierten sich nach der Benennung von Dragahn als Standort für die geplante Wiederaufarbeitungsanlage. Weiterlesen

Über 70.000 Fotos und Dias – wir stellen einige der Fotograf*innen vor

Fotografie ist eine Bildsprache, die einzige Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, den Moment festhalten, Inhalte transportieren, Wirkungskraft erzeugen. Und der Wunsch, in einer Welt voller Technik Raum für eigene Ideen und den Sinnen zu lassen.

Im Gorleben Archiv befinden sich über 70.000 Fotos und Dias, ein großer Teil digitalisiert.

In den folgenden Monaten stellen wir einige Fotograf*innen vor:

Francis ist tot

received_10157364174862977-225x300Mittwoch früh wurde Francis Althoff tot auf dem Salinas-Gelände gefunden, wo er am Vortag eine Besuchergruppe empfangen hat. Er hinterlässt eine traurige Tochter, einen traurigen Sohn und viele traurige Mitstreiter*innen.

Er war einer, der von Anfang an sich gegen Gorleben, die Atomkraft, aber auch für einen anderen Lebensstil engagierte.

Als Anfang Mai 1980 sich eine vielköpfige Menge mit Trecker, Sack und Pack auf den Weg machte, um die Bohrstelle 1004 zu besetzen, wo dann das legendäre Hüttendorf, die „Republik Freies Wendland“, wuchs, war Francis schon da, er hatte sich schon vorher mit dem Zelt dort niedergelassen, um der Polizei zuvor zu kommen.

„Schächte dicht!“ hieß es dann im Juni 1990, Aktivist*innen überwanden die Mauer des Endlagerbergwerks und kletterten auf die Bohrtürme der Schächte 1 und 2. In einer gemeinsamen Erklärung verlangten sie von Rot-Grün in Hannover das Ende des Endlagerprojekts, schließlich hatte der damalige Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) dieses Ziel im Wahlkampf proklamiert. 126.000 DM sollten die Besetzer*innen zivilrechtlich für diese Aktion blechen, aber die beispiellose Solidarität führte dazu, dass die Schadensersatzansprüche im Sande verliefen. Francis hat maßgeblich mit dem Buch „Leben im Atomstaat“ diese Aktion dokumentiert und eine Solidarisierungswelle mit angestoßen, er saß dabei zwar nicht auf einem der Türme, sondern startete ein Ablenkungsmanöver, ließ sich festnehmen, damit die anderen auf die Türme klettern konnten.

Viele Jahre übernahm er Funktionen im Vorstand der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, u.a. auch als Pressesprecher und bis zuletzt war er im BI-Büro „zuhause“, immer offen für ein Gespräch.

Francis war ein bemerkenswerter Mensch, strikt, klar positioniert und dabei sehr aufmerksam und sanft. Er hat den „richtigen Riecher“ für Recherche und bohrende Fragen und hatte sich in den letzten Jahren maßgeblich in der AG Fracking der BI engagiert, immer sehr zurückhaltend und auf das Wohl der Gruppen bedacht.

Schon lange, bevor der Begriff „Suffizienz“ die Runde machte, lebte er dementsprechend. Längere Zeit im Forsthaus Rondel, damals noch ohne elektrischen Strom, bescheiden, heute würde man sagen, er verzichtete auf Konsum, lebte hart am Gelände der Atomanlagen. Er fuhr, wann immer es ging, alle seine Strecken mit dem Rad und heute würde man sagen, sein „ökologischer Fußabdruck“ war vorbildlich.

Francis starb in Sichtweite der Türme. Wir vermissen ihn.

Nachtrag:

Es ist davon auszugehen, dass Francis an Herzversagen starb, er war vor Ort mit einer Besuchergruppe und blieb noch etwas dort, um auszuruhen. Wir warten noch darauf, dass seine Kinder ins Wendland kommen und sind aus Respekt ihnen gegenüber zurückhaltend, planen aber für den kommenden Sonntag (24. Juni, 13 Uhr) einen Sonntagsspaziergang rund um das Endlagerbergwerk zu seinem Gedenken. Wer das Bedürfnis hat, schon an diesem Sonntag zum tradionellen Rundgang zu kommen, ist natürlich herzlich eingeladen zu einem Gedankenaustausch.

Urlaub bis 4. Juni

Vom 22. Mai bis 4. Juni hat das Gorleben Archiv wegen Urlaubs nur sporadisch geöffnet.

Falls kein Mitarbeiter, keine Mitarbeiterin im Archiv ist, dann bitten wir zurückgebrachtes Archiv-Material aus der KLP im BI-Büro abzugeben.

Danke!

Öffnungszeiten während der KLP

Während der Kulturellen Landpartie hat das Gorleben Archiv an folgenden Tagen jeweils von 14-17 Uhr für Besucher geöffnet:

  • Freitag 11.5.
  • Sonntag 13.5.
  • Montag 14.5.
  • Dienstag 15.5.
  • Mittwoch 16.5.
  • Donnerstag 17.5.

Eine kurze Zwischenmeldung nach der Ausgrabung

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(c) A. Dezsi und R. Ziegler

Vom 7.3. bis zum 21.3.2018 fand die dritte und vorerst letzte archäologische Untersuchung des ehemaligen Geländes der Freien Republik Wendland statt.

Was haben wir gemacht?

Wir (das Ausgrabungsteam) haben im Zentrum des Dorfbereiches eine archäologische Untersuchung durchgeführt und Bauüberreste einer Hütte freigelegt, welche wir auf höchstem Niveau zeichnerisch, fotografisch und dreidimensional durch Vermessungsgeräte dokumentiert haben. Dabei konnten wir aus den Luftbildern des Dorfgeländes entnehmen, wo einzelne Hütten gestanden haben. Gerne hätten wir auch das Freundschaftshaus untersucht – leider ist dieses aber durch die Tiefbohrstelle überbaut worden. Stattdessen haben wir eine Hütte nahe der ehemaligen Küche ausgewählt um unseren Schnitt anzulegen – also die Stelle, an der wir ausschnittsweise systematisch in den Boden graben und prüfen, was sich an der Stelle an Schichtabfolgen und Objekten im Boden archiviert hat.

Um einen solchen Schnitt anzulegen, graben wir vorsichtig mit Schaufeln, Kellen und Pinseln in regelmäßigen Abständen hinab und halten dabei jede beobachtbare Bodenstruktur fest – denn sobald etwas ausgegraben ist, lässt sich dies niemals wieder rückgängig machen: Daher gibt es immer nur den Moment, die Befunde zu sehen und festzuhalten – und dies muss nach professionellen Kriterien erfolgen, damit auch von zukünftigen Generationen nachvollzogen werden kann, was wir im Boden beobachten konnten.

Wer war dabei?

Ein Team aus sechs Studierenden von der Uni Hamburg, Uni Leipzig und der Hochschule für Bildene Künste Hamburg konnte dem eiskalten Wetter von bis zu -8°C, Bodenfrost und gelegentlichem Schneefall trotzen und die komplexen Feldarbeitsschritte vornehmen. Regelmäßig zu Besuch war das Filmteam der Wendländischen Filmkooperative, welche uns nicht nur filmisch begleitet hat, sondern auch die Besuche einzelner ZeitzeugInnen festgehalten hat. Die Begegnung der ZeitzeugInnen mit ihrer Geschichte war sehr bewegend, besonders als die Hütte freigelegt wurde.
Zu Besuch waren auch spontane Besuche und UnterstützerInnen, die uns warmen Tee und Essen vorbeigebracht haben! Auch der Deutschlandfunk war dabei und hat einen Beitrag hier veröffentlicht.

Was haben wir entdeckt?

Durch die sorgfältige Freilegung und Dokumentation konnten wir genau nachvollziehen, was für Ereignisse aufeinander gefolgt sind und im Boden archiviert waren. In dieser Kampagne konnten wir eine Hütte des Protestdorfes freilegen – ihre obere Hälfte wurde durch die Bulldozer zerstört und abgetragen. Dennoch waren in diesem Falle die Bulldozer auch das Glück für das ArchäologInnen-team: Die untere Hälfte der Hütte wurde durch die Planierarbeiten verfüllt und versiegelt. So konnte sich die Hütte erhalten – samt Wänden, Einrichtungsgegenständen, persönlichen und alltäglichen Objekten: Regale, Schlafplätze und Objekte zur Unterhaltung und Nahrungsaufnahme haben wir im Boden vorgefunden, genauso wie sie bei der Räumung vor 38 Jahren zurückgelassen wurden – ein konservierter Zeitmoment.

Wie geht es weiter?

Nach dem Abschluss der Feldarbeit steht nun die eigentliche Arbeit an. So werden u.a. die Funde gereinigt und in eine Datenbank aufgenommen, die Dokumentation wird digitalisiert und für das Denkmalamt verschriftlicht – nur so kann auch in Zukunft nachvollzogen werden, wie vorgegangen wurde und was für Befunde beobachtet wurden.

Diese Dokumentation ist dann die Grundlage für die eigentliche wissenschaftliche Arbeit – so kann die materielle Kultur in Detail untersucht und mit anderen erhobenen Quellen, wie Fotografien aus dem Gorleben Archiv und Interviews mit ZeitzeugInnen der Platzbesetzung gegenübergestellt werden. Es stellen sich derzeit noch viele Fragen: Wie sah der Alltag auf dem Camp aus den jeweiligen Quellenperspektiven aus? Sind die Ideen und Hoffnungen der DorfbewohnerInnen auf eine alternative Zukunft ohne Atomenergie in der Ausgrabung sichtbar oder nur in den Interviews zu fassen? Was bedeutet es, wenn sich die Alltagsobjekte auf dem Camp mit denen außerhalb des Camps ähneln? Welche Bedeutung hat der Fundort für die ZeitzeugInnen, die Region und die Anti-Atomgeschichte allgemein?

Die Ergebnisse und viele weitere Fragen sollen auf einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung im Wendland vorgestellt und diskutiert werden. Bis dahin seht noch viel Arbeit an – aber es wird spannend!

Wer hat uns geholfen?

Die Ausgrabung im Wendland wurde von vielerlei Seiten unterstützt. Die Kosten für die Unterkunft, den Leihtransporter und Diesel, Nahrungsmittel, Grabungsgeräte, Bautoilette und Verbrauchsmaterial für vier volle Arbeitswochen konnten nicht von mir allein getragen werden – nur durch die Unterstützung aus verschiedenen Seiten konnte die Ausgrabung verwirklicht werden.

Wir sind sehr dankbar für die Unterkunft im Tagungshaus Laase, das Fahrzeug des Büros für Angewandte Archäologie und die Toilette der Bürgerinitiative! Unterstützung haben wir durch Fördermittel der Graduiertenschule Geisteswissenschaften und der Universität Hamburg, durch einen Research Grant der Society for Post-Medieval Archaeology und durch Spenden an das Gorleben Archiv von Rebecca Harms sowie Pia und Hendrik Guzzoni aus Freiburg erhalten. Wir danken hier allen sehr ganz besonders auch für die unzähligen Kuchen und Tassen Kaffee der spontanen vielen Besucher der Ausgrabung!

Hamburg, 26.04.2018
Attila Dézsi und Maren Schlingmann

Plakate-Projekt abgeschlossen

contentMit Freude können wir ein weiteres abgeschlossenes Projekt vorstellen: Seit Ende letzten Jahres hat die interessierte Öffentlichkeit Einsicht in einen großen Teil unserer Plakate-Sammlung. Eine Förderung durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die enge Zusammenarbeit mit dem Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) hat dieses Projekt ermöglicht.

Ein wichtiger Teilbestand und kulturelles Erbes des Landkreises Lüchow-Dannenberg sind die über 600 unterschiedlichen Plakate aus der Zeit 1976 bis heute, die im Gorleben Archiv lagern.

Bearbeitet sind nun rund 400 Plakate aus über 40 Jahren Protestgeschichte. Anhand dieser Zeitdokumente sind stilistische Entwicklungen, gestalterische Veränderungen der Bild- und Schriftsprache, sowie künstlerische und politische Entwicklungsstadien zu erkennen.

Falls euch etwas auffällt, falls ihr weitere wichtige Informationen wie z.B. Urheber mitteilen könnt, falls ihr Fehler findet – das Gorleben Archiv freut sich über eine Nachricht.

Gleichzeitig sind die Plakate selbstverständlich auch im Archiv-eigenen Augias-Datensystem zu finden und für jeden Besucher im Gorleben Archiv in Lüchow einzusehen.

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Gorleben Archiv – Jahresrückblick 2017/18

Neue Kooperationen und zukunftsweisende Projekte

Für uns im Gorleben Archiv war 2017 ein besonders spannendes Jahr. Vor allem freuen wir uns darüber, dass das Interesse an unserer Arbeit ständig wächst. Auch im vergangenen Jahr sind die Besucherzahlen weiter angestiegen. Kommunalpolitiker, Landtags- und Bundestagsabgeordnete wurden im Gorleben Archiv ebenso empfangen wie ganze Reisegruppen aus der Türkei, Japan oder den USA. Außerdem erreichen uns immer mehr Anfragen – nicht nur von Journalisten oder Buchautoren, sondern sehr oft auch von Studenten und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen.

„Vierzig Jahre nach der Standortbenennung ist es Zeit, den Gorleben-Konflikt auch historisch aufzuarbeiten“, sagte uns einer der Professoren.

zum vollständigen Jahresbericht (pdf)