24.11. – Lesung „Der Kastor kommt!“

Der Kastor kommt! Ein Beziehungsroman

Die „fünfte Jahreszeit“, in der es im Herbst noch einmal richtig grün vor lauter Uniformen und schwerem Gerät wurde, hat sich in das kollektive Gedächtnis vieler Generationen im Wendland eingebrannt. Gorleben war jahrzehntelang der soziale Ort, an dem bei jedem Castortransport das Ende der Atomkraft auf der Straße „verhandelt“ wurde und zugleich ist das Gorleben-Kapitel noch lange nicht abgeschlossen.

Wolfgang Ehmke, langjähriger Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz und Publizist, hat, wie viele Bewegte und Unentwegte, eine besondere Beziehung zum „Kastor“, er hat schließlich einen – unveröffentlichten – Beziehungsroman geschrieben und wird während der einstigen „Castor-Zeit“ daraus vorlesen.

Samstag 24.11. um 16 Uhr im Gorleben Archiv

Freitag 16.11. um 19 Uhr, Sprechzimmer Dannenberg

Sein „Held“ pendelt zwischen dem Schanzenviertel in Hamburg und dem Wendland hin und her. In seinen Träumen wirkt das Aktionsgeschehen rund um den Castortransport 2011 nach. Zugleich ist es eine tragisch-komische Liebesgeschichte, denn er verguckt sich in eine junge Künstlerin, muss aber erfahren, dass diese Dorothea ein Verhältnis mit seinem besten Kumpel hat. Unmerklich steuert Robert, unser „Held“ in eine persönliche Katastrophe zu.

Mit dem Mitteln des Nouveau Roman sind Personen, Spielorte kunstvoll miteinander verwoben. Kaum merklich hat der Autor die Akzente verschoben, es ist auch ein Abschied von der Stadt, eine Hinwendung zum Land. Der gehetzte „Held“ hält sich an den ironischen Ausrufezeichen fest und sieht sich am Ende gerettet. Ob das für den Gorleben-Konflikt in ähnlich tragisch-komischer Form gelten wird?

Undine von Blottnitz

Undine von Blottnitz war Mitbegründerin der BI-Lüchow-Dannenberg und der Bäuerlichen Notgemeinschaft und 1977 eine der Ersten, die ihre Stimme gegen die Lagerung von atomarem Müll in Gorleben erhoben hat. Sie hat für die Grünen und für ihre Region gestritten, verhandelt und demonstriert. Unerschrocken, couragiert und geradeaus machte sie Politik. 1979 wurde Undine das erste Mal zu einer Geldstrafe verurteilt. Gemeinsam mit ihrem Mann Fritz hatte sie an Blockaden teilgenommen. Weiterlesen

Die lachende Sonne

„Atomkraft? Nein Danke“, die lachende Sonne, ist wohl jedem Leser bekannt. Das Sonnenlogo ist in 55 Sprachen übersetzt und wurde als Aufkleber, Button, auf Fahnen, Plakaten und Flugblättern durch die Welt getragen. Aber wer hat’s erfunden? Weiterlesen

WAA Dragahn

Dragahn 1983 mitten im großen Naturpark „Elbufer-Drawehn“: 13 Häuser, 35-Seelen, eine Försterei, ein Bushäuschen, viele Damhirsche und das abgeschirmte Gelände einer Delaborieranlage. Alles sehr geheimnisumwittert. Im November 1982 unterrichtet Ministerpräsident Ernst Albrecht die Kommunalpolitiker von der Absicht der Niedersächsischen Landesregierung. Dragahn wird als Standort für eine WAA vorgeschlagen. Weiterlesen

Der Alt-Bräsig-Pokal

Sportplatz in Breselenz am 28. Juni 2003, der „Wild Wendish Cup“ um den Alt-Bräsig-Pokal wird ausgetragen. Ein Spektakel der besonderen Art. Mit Spaß und Lebensfreude wurden vor dem nächsten Castortransport auf dem grünen Rasen ausgiebig Tempogegenstoß, Sturmlauf, Verteidigung, Raumdeckung, fiese Bananenflanken und wendländische Geschlossenheit geübt. Weiterlesen

Aktuelles zur Promotionsarbeit

Nachdem die großen Arbeitsschritte der Feldarbeit im Gorlebener Wald vorüber sind, bin ich derzeit in der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit vertieft. Derzeit werte ich verschiedene Quellen aus, wie historische Fotografien von der Platzbesetzung, Interviews mit DorfbewohnerInnen und Befunden der Ausgrabung und stelle sie einander gegenüber – dabei verschriftliche ich erste Ergebnisse.

KLP-Team Breese/Marsch überreichte 4000 Euro an sechs Institutionen

Eine schöne Tradition hat sich auf dem Hof Schmaggel in Breese in der Marsch etabliert: Die Überschüsse, die das Team des Breeser Wunderpunktes bei der Kulturellen Landpartie (KLP) erzielt hat, werden einmal im Jahr bei einem Helferfest an verschiedene ausgesuchte Institutionen im Wendland vergeben. Gut 4 000 Euro waren bei der vorigen KLP zusammengekommen, die Siegmund Schmaggel am Sonnabend auf insgesamt sechs Projekte für „soziale Zwecke oder des Atomwiderstands“ verteilte.

Das Gorleben Archiv wurde mit 600 Euro bedacht, dafür bedanken wir uns ganz herzlich!

Artikel in der EJZ vom 4.9.2018 (Abo nötig)

aus: EJZ vom 4.9.2018 / Foto: Lowin

Donnerstags Vormittags im Gorleben Archiv

Die Aufarbeitung und Archivierung der vielen Daten, Fotos, Plakaten wird unterstützt von zahlreichen Ehrenamtlichen. Ein Donnerstag Vormittag im Archiv:

Wir freuen uns über jede Unterstützung. Sichern wir gemeinsam die einzigartige Geschichte des Gorleben-Widerstands!

Besuch aus Japan

Der japanische Prof. Dr. Jun Nakata von der Ibaraki Universität arbeitet und recherchiert eine Woche im Gorleben Archiv zu seinem aktuellen Forschungsthema „Die Entstehungsgeschichte der Grünen und ihrer Vorgängerpartei der GLU“.

Starke Frauen!

Der Bestand der Gorleben Frauen bzw. Frauen im Widerstand wird von Marie-Luise Ebeling (links) und Margie Kube von den Gorleben Frauen bearbeitet. Unglaublich viele und schöne Aktionen aus den letzten Jahrzehnten.