KLP-Team Breese/Marsch überreichte 4000 Euro an sechs Institutionen

Eine schöne Tradition hat sich auf dem Hof Schmaggel in Breese in der Marsch etabliert: Die Überschüsse, die das Team des Breeser Wunderpunktes bei der Kulturellen Landpartie (KLP) erzielt hat, werden einmal im Jahr bei einem Helferfest an verschiedene ausgesuchte Institutionen im Wendland vergeben. Gut 4 000 Euro waren bei der vorigen KLP zusammengekommen, die Siegmund Schmaggel am Sonnabend auf insgesamt sechs Projekte für „soziale Zwecke oder des Atomwiderstands“ verteilte.

Das Gorleben Archiv wurde mit 600 Euro bedacht, dafür bedanken wir uns ganz herzlich!

Artikel in der EJZ vom 4.9.2018 (Abo nötig)

aus: EJZ vom 4.9.2018 / Foto: Lowin

Donnerstags Vormittags im Gorleben Archiv

Die Aufarbeitung und Archivierung der vielen Daten, Fotos, Plakaten wird unterstützt von zahlreichen Ehrenamtlichen. Ein Donnerstag Vormittag im Archiv:

Wir freuen uns über jede Unterstützung. Sichern wir gemeinsam die einzigartige Geschichte des Gorleben-Widerstands!

Besuch aus Japan

Der japanische Prof. Dr. Jun Nakata von der Ibaraki Universität arbeitet und recherchiert eine Woche im Gorleben Archiv zu seinem aktuellen Forschungsthema „Die Entstehungsgeschichte der Grünen und ihrer Vorgängerpartei der GLU“.

Starke Frauen!

Der Bestand der Gorleben Frauen bzw. Frauen im Widerstand wird von Marie-Luise Ebeling (links) und Margie Kube von den Gorleben Frauen bearbeitet. Unglaublich viele und schöne Aktionen aus den letzten Jahrzehnten.

Kyoto – München – Australien – Hamburg – Wendland

Kyoto – München – Wendland

Die Umweltpolitologin Emi Ichiyanagi von der Universität Kyoto hat für einige Tage Lüchow-Dannenberg besucht. Sie absolviert zur Zeit ein Gastsemester für Doktorantinnen in München. In den drei Tagen fand ein intensiver Austausch mit Mitgliedern der Bürgerinitiative. Und ein Besuch im Gorleben Archiv.

Australien – Hamburg – Wendland

Am 7. Juli hatte das Gorleben Archiv wieder Besuch. 25 Studentinnen der Uni Hamburg und der Universität Sydney befassen sich mit internationalen Umweltrecht. Einen umfassenden Einblick in die wendländische Protestgeschichte und den Konflikt um die Atomanlagen in Gorleben erhielten die jungen Frauen von Elisabeth und Dieter Reckers, sowie von Otto Stumpf.

Was motiviert Protestbewegungen zur Gründung eigener Archive?

20180626_130625Marius Becker vom Göttinger Institut für Demokratieforschung absolvierte von Anfang Mai bis Ende Juni ein Praktikum im Gorleben-Archiv in Lüchow. Und widmet sich in einem Resumee der Frage „Was motiviert Protestbewegungen zur Gründung eigener Archive?“ am Beispiel des Gorleben-Archivs:

2001 im Wendland, über 24 Jahre nach der Standortbenennung für ein „Nukleares Entsorgungszentrum“ in Gorleben durch den damaligen CDU-Ministerpräsidenten Ernst Albrecht 1977, welche den Beginn des Anti-Atomwiderstands im Landkreis Lüchow-Dannenberg markierte: Gleich zwei Castortransporte sollten in diesem Jahr gegen massiven Widerstand der Bevölkerung und einen kostenintensiven Polizeieinsatz durch den Landkreis rollen, aufgehalten unter anderem durch Schienen-, Straßen- oder Sitzblockaden1. In Lüchow wurde das Gorleben Archiv im Juli dieses Jahres als eingetragener Verein gegründet, hervorgegangen aus den unterschiedlichen Gruppen und Personen des Widerstands: Neben der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg oder der Bäuerlichen Notgemeinschaft etwa auch von Marianne Fritzen, der wohl bekanntesten Aktivistin des Anti-Atomwiderstands im Wendland2.

Vereinszweck ist laut Satzung die „Sicherung und Sammlung des inzwischen historisch bedeutsamen Materials über den Protest gegen die Umweltgefahren im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Wort und Schrift, Bild, Foto und Film“, die Archivierung von erhaltenem Material sowie die „Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben“ und die „Vergabe von Forschungsaufträgen“3. Inzwischen besteht das Gorleben-Archiv in Lüchow, der Kreisstadt des Landkreises Lüchow-Dannenbergs, seit knapp 17 Jahren als unabhängiges Archiv und steht der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit uneingeschränkt zur Verfügung4. Die ehrenamtlichen sowie eine hauptamtliche Mitarbeiterin haben seither über 70.000 Fotos, über 3.000 Stunden Film- und Tonmaterial, über 550 Plakate sowie mehrere 10.000 Dokumente aus Gruppen- und Personenbeständen erschlossen5.

Aufgrund der immensen Bedeutung von Archiven für die wissenschaftliche Arbeit wie auch zur Entstehung und Bewahrung eines kulturellen Gedächtnisses lässt sich fragen, was Protestbewegungen wie der des wendländischen Anti-Atomwiderstands zur Einrichtung eigener Archive motiviert, wobei sich eine Vielzahl von Gründen finden lassen, abseits von Bundes-, Landes- oder Stadtarchiven für die eigene Forschungsarbeit auch Archive in nichtstaatlicher Trägerschaft heranzuziehen. Denn diese können mitnichten von vornherein als im Vergleich zu staatlichen Archiven weniger geeignet bewertet werden. Vielmehr sollte es im Eigeninteresse wie im Selbstverständnis von WissenschaftlerInnen liegen, im Sinne einer kritischen Quellenarbeit auch die Bestände staatlicher Archive kritisch zu betrachten. Ein knappes Vierteljahrhundert politische, gesellschaftliche und juristische Auseinandersetzungen um die im Landkreis Lüchow-Dannenberg geplanten sowie teilweise verwirklichten Atomanlagen lagen 2001 bereits hinter den AkteurInnen und Gruppen der Anti-Atombewegung, allerhand Material hatte sich angesammelt, von Pressedokumentationen über Fachwissen zu Atomenergie und -widerstand bis hin zu Exponaten des Anti-Atomprotests wie Transparenten, Plakaten oder Aufkleber. Diese befanden sich, nicht nur im Landkreis, meist in Privatbesitz und sollten durch das Archiv gesammelt, ausgewertet und der Allgemeinheit verfügbar gemacht werden6.

Dabei wurde das Archiv von seinen GründerInnen und Förderern, etwa von politischen Stiftungen wie der Umweltstiftung Greenpeace, nicht als von der Anti-Atomkraftbewegung entkoppelt verstanden, sondern als klaren Teil dieser begriffen, was sich etwa als aktive Öffentlichkeitsarbeit durch die Präsenz auf im Wendland wichtigen Veranstaltungen wie der Kulturellen Landpartie zeigt. Oder 2015 als nicht vollends ernstgemeinte Forderung in der lokalen Presse angesichts weiterer politischer Präferenzen für ein „Endlager“ in Gorleben, die damalige SPD-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks solle dem Archiv wie andere Politiker-Innen einmal einen Besuch abstatten, um Gorleben aus der Liste denkbarer Standorte für ein Atommüllendlager zu streichen, sie könnten „bei uns lernen, wie man es nicht macht“7.

Zugleich bleibt festzustellen, dass die spätere Betrachtung von Geschichte durch deren ZeitzeugInnen -wie auch im Fall des Gorleben-Archivs- mit Blick auf die deutsche Nachkriegsgeschichte keinesfalls unüblich ist. Prägnantes Beispiel dafür ist die Studentenbewegung von 1968, deren „Chronist“ Wolfgang Kraushaar8 sich neben der Bewegungsgeschichte unter anderem auch mit der Geschichte der Roten Armee Fraktion (RAF) auseinandersetzt- was angesichts einer Doppelfunktion als Zeitzeuge wie Historiker mit der wissenschaftlichen Betracht-ung von Geschichte stets zu reflektieren bleibt, besteht immerhin die Gefahr einer subjektiven Perspektive auf die sich ereigneten Sachverhalte. Gleichzeitig ergeben sich aus einer solchen „Doppelfunktion“ auch Vorteile, so sind Zeitzeugen, die „ihren“ Zeitabschnitt später selbst bearbeiten, auch ohne ein zeitgeschichtliches Studium deren ExpertInnen und können, wie etwa im Gorleben-Archiv, ihnen angetragenes, ungeordnetes Material in den Anti-Atom-widerstand einordnen und Personen, Ereignisse sowie Zusammenhänge auf Fotos oder in Dokumenten aus eigener Erfahrung rekapitulieren. Das Gorleben-Archiv als unabhängige Institution und einzigen existierenden Standortarchiv der Anti-Atombewegung ist dabei Teil der zahlreichen Bewegungsarchive in Deutschland, die sich 2003 zum Netzwerk „Archive von unten“9 zusammenschlossen. Dieses wird federführend vom Hamburger Institut für Sozialforschung betreut wird, darin sind etwa das Archiv der Sozialen Bewegungen in Hamburg, das Hans-Lütten-Archiv10 in Göttingen oder verschiedene Archive der Dritte-Welt-Bewegung Mitglied11. Dort findet somit eine Koordinierung der „alternativen“, maßgeblich aus der Umwelt- und Frauenbewegung entstandenen Archiven der Neuen sozialen Bewegungen statt.

Im Gorleben-Archiv wird die Archivarbeit nach eigenen Angaben „nicht als Umgang mit staubigen Akten“12 verstanden, sondern eher als einen offen zugänglichen Ort der Erschließung und Bewahrung der Geschichte des Gorleben-Widerstands, wo man auch „eine Führung zur Geschichte des Anti-Atomwiderstands im Wendland bekommen kann“, so die Archivleitung im Interview, die Teil der Bewegung ist und zwei Jahre lang Vorsitzende der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg war: So sei das Archiv bewusst kein Museum und wolle dies auch nicht werden, da der Konflikt um Gorleben „noch nicht abgeschlossen ist“, jedoch stehe die Einrichtung allen offen, sogar den „Betreibern“ genannten Opponenten der Anti-Atom-bewegung, man sei kein privates, von der Öffentlichkeit separiertes Archiv13. Diesem fehlt es jedoch, wie den meisten Bewegungsarchiven, an finanziellen Mitteln, die sich überwiegend aus Spenden oder Mitgliedsbeiträgen speisen- hier ist es die Aufgabe einer an (der eigenen) Geschichte interessierten Gesellschaft und angesichts sprudelnder Steuereinnahmen vor allem staatlicher Stellen, solche Projekte stärker zu fördern, ohne ihnen dabei den Charakter unabhängiger, nichtstaatlicher Einrichtungen zu nehmen.

Quellenverzeichnis:

1. Castor-Transport: Atomkraftgegner leisten Widerstand. In: SPIEGEL-Online vom 27.03.2001, URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/castor-transport-atomkraftgegner-leisten-widerstand-a-124964.html [Eingesehen am 26.06.18].

2. Chronik des Gorleben-Archivs 2001, URL: http://gorleben-archiv.de/wordpress/chronik/2001-2/ [Eingesehen am 21.06.2018].

3. Satzung des Gorleben-Archivs, Stand 2017, S. 1f., URL: http://gorleben-archiv.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Satzung-Gorleben-Archiv.pdf [Eingesehen am 21.06.18].

4. Das Gorleben-Archiv. David gegen Goliath, In: Izeki, Christine/ Roemer, Gerald: 111 Orte im Wendland die man gesehen haben muss, S. 134f.

5. Flyer des Gorleben-Archivs, S. 3, URL: http://gorleben-archiv.de/wordpress/wp-content/up-loads/2018/02/flyer-gorlebenarchiv.pdf, [Eingesehen am 25.06.18].

6. Gorleben-Archiv: Mittendrin in der Geschichte. Website der Umweltstiftung Greenpeace, Stand von 2012, URL: http://umweltstiftung-greenpeace.de/projekte/gorleben-archiv-mittendrin-der-geschichte [Eingesehen am 21.06.18].

7. Lernen, „wie man es nicht macht“. Elbe-Jeetzel-Zeitung (EJZ) vom 23.2.2015.

8. Detailversessen. Wolfgang Kraushaar, Das Porträt, Frankfurter Rundschau vom 31. Juli 2003, S. 2.

9. Das Netzwerk „Archive von unten“. Über uns, URL: http://www.bewegungsarchive.de/ueber [Eingesehen am 25.06.18] Diese Website wird bedauerlicherweise nur in unregelmäßigen Abständen gepflegt.

10. Hüttner, Bernd: Archive von Unten. Bibliotheken und Archive der neuen sozialen Bewegungen. Bremen 2003.

11. Über uns. Website des Hans-Lütten-Archiv, URL: http://www.hans-litten-archiv.de/web/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=29&Itemid=146 [Eingesehen am 25.06.18].

12. Interview mit Birgit Huneke am 25. Juni 2018 im Gorleben-Archiv in Lüchow.

13. Ebd.

Zum Gedenken an Francis – der heiße Sommer 1994

Neun Tage vor dem angekündigten ersten Castor-Transporttermins beginnen AtomkraftgegnerInnen am 2. Juli im Gorlebener Wald, auf dem Salinas Gelände, mit dem Bau eines Hüttendorfs. Aus dem Unterholz erwächst Castornix. Weiterlesen

Pressemitteilung: Gorleben Archiv verzeichnet „Bedeutungszuwachs“

„Idealer Ort zur Verbindung von Dokumentation, Forschung und Bildungsarbeit“

Das Gorleben Archiv hat im vergangenen Jahr einen „spürbaren Bedeutungszuwachs“ erfahren. Das sagte die Vorstandssprecherin Gabi Haas auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des in Lüchow ansässigen Vereins. Einerseits sei das öffentliche Interesse an den vom Gorleben Archiv gesammelten Dokumenten noch einmal deutlich angestiegen. So hat Archivleiterin Birgit Huneke im Jubiläumsjahr der Standortbenennung eine wahre Flut von Anfragen durch Presse, Funk und Fernsehen bearbeitet und etliche Jungforscher bei ihren Jahres-, Bachelor- oder Doktorarbeiten unterstützt. Gleichzeitig sei der Verein auf seinem Weg hin zu einer stärkeren Vernetzung und Kooperation mit Universitäten und anderen kulturellen Institutionen einen Riesenschritt vorangekommen.

Befördert wurde diese Entwicklung aus Sicht des Vorstands maßgeblich durch die Erarbeitung einer umfangreichen Rahmenkonzeption zur Zukunft des Gorleben-Archivs unter der Federführung des Instituts für Didaktik der Demokratie (IDD) an der Leibniz Universität Hannover. Diese vor allem vom Lüneburgischen Landschaftsverband (LLV), aber auch der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg und anderen Spendern finanzierte Machbarkeitsstudie wurde Ende 2017 fertiggestellt und dient dem Verein als wichtige Argumentationshilfe bei der Einwerbung von Fördergeldern. Ihre Autoren bewerten das Gorleben Archiv als einen „idealen Ort zur Verbindung von Dokumentation, Forschung und Bildungsarbeit“, an dem exemplarisch die Bedeutung sozialer Bewegungen für die Demokratieentwicklung vermittelt werden könne.

Ausstellungsprojekt zum 40. Jahrestag des Gorleben-Trecks

Genau das ist auch das Thema eines für das kommende Jahr geplanten Ausstellungsprojekts, das das Gorleben Archiv in Kooperation mit den Demokratieforschern vom IDD und dem Historischen Museum Hannover entwickelt. Inhaltlich geht es dabei um die Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung des „Gorleben-Trecks“, der sich im März 2019 zum 40. Mal jähren wird.

Dazu Haas: „Der legendäre Protestzug der wendländischen Bauern nach Hannover war Impulsgeber und Motor einer sozialen Bewegung, die nicht nur die Atompolitik im Land beeinflusst, sondern auch viele gesellschaftliche Bereiche in der Region geprägt und verändert hat.

Mit zwei Sonderausstellungen in Lüchow und Hannover sowie einem begleitenden Veranstaltungsprogramm soll an dieses markante Ereignis der niedersächsischen Zeitgeschichte erinnert werden. Anekdote am Rande: Anwälte versuchen jetzt, für den beschlagnahmten und seit Jahrzehnten als „Wiederholungstäter“ quasi inhaftierten Trecker des verstorbenen Landwirts Adi Lambke eine „Freilassung“ oder zumindest einen „Hafturlaub“ zu erreichen, um ihn im nächsten Jahr auf der Ausstellung zu präsentieren.

Echtes Teamgefühl, aber prekäre Finanzsituation

Weitere Projekte des Archivs wurden 2017 erfolgreich abgeschlossen. Beispielsweise konnten rund 420 Gorleben-Plakate aus vierzig Jahren Protestgeschichte mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur digitalisiert und mit Erläuterungen versehen werden, die nun über die Webseite vom Kulturerbe Niedersachsen öffentlich zugänglich sind (http://kulturerbe.niedersachsen.de/viewer). Auch die vom Gorleben Archiv eng begleiteten Ausgrabungen des Archäologen Attila Dézsi auf dem Gelände der Republik Freies Wendland, die für ein großes Medienecho sorgten, sind beendet. Dézsi wird seine Fundstücke und Forschungsergebnisse so bald wie möglich der Öffentlichkeit präsentieren.

Durch die größere Publizität des Archivs haben nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch die Abgaben aus dem ganzen Bundesgebiet zugenommen.

„Nicht selten sind es wirkliche Schätze, die uns erreichen“, freute sich Archivleiterin Birgit Huneke, wies aber gleichzeitig auch auf die begrenzten Arbeitskapazitäten hin. Immerhin neunzehn Ehrenamtliche unterstützen sie bei der Bearbeitung der Bestände. Durch deren großes Engagement, so Huneke, sei im Archiv „ein echtes Teamgefühl“ entstanden. Viel zu tun gibt es auch für den vierköpfigen Vorstand, der ohne Gegenstimme wiedergewählt wurde (Gabi Haas als 1. Sprecherin, Wolf Römmig als 2. Sprecher, Hans-Werner Zachow als Schriftführer und Konni Ganßauge als Kassenwartin). Grund ist die – wie bei vielen freien Archiven – prekäre Finanzsituation, die den Verein mit seinen 183 Mitgliedern Jahr für Jahr vor große Herausforderungen stellt. Durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und projektbezogene Fördergelder kann sich die Einrichtung gerade so eben über Wasser halten. Der Verein strebt deshalb eine dauerhafte Förderung an. Doch die ist bisher noch nicht in Sicht – trotz des öffentlichen Interesses und der steigenden Bekanntheit des Archivs.

Pressemitteilung vom 28. Juni 2018

Unsere Geschichte: Die Initiative60

Die Initiative60 gründete sich 1983, als ein erster großer Nuklear-Transport angekündigt war. „Wir können doch nicht verantworten, dass die jungen Leute verstrahlt werden“, hatte jemand zu bedenken gegeben. „Lasst uns Ältere in die erste Reihe. Sollten wir Krebs bekommen, ist es nicht mehr so tragisch.“ Das wurde ihr Motto. Sie standen auf der Straße, wenn bevorstehende Atomtransporte ins Wendland rollten, und sie engagierten sich nach der Benennung von Dragahn als Standort für die geplante Wiederaufarbeitungsanlage. Weiterlesen

Über 70.000 Fotos und Dias – wir stellen einige der Fotograf*innen vor

Fotografie ist eine Bildsprache, die einzige Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, den Moment festhalten, Inhalte transportieren, Wirkungskraft erzeugen. Und der Wunsch, in einer Welt voller Technik Raum für eigene Ideen und den Sinnen zu lassen.

Im Gorleben Archiv befinden sich über 70.000 Fotos und Dias, ein großer Teil digitalisiert.

In den folgenden Monaten stellen wir einige Fotograf*innen vor: