Kolborn bekommt „Marianne-Fritzen-Weg“

Marianne Fritzen Promenade (Hitzacker 2014)Die Einrichtung einer Marianne Fritzen Promenade vor einiger Zeit in Hitzacker scheiterte an der „königlich / niederländischen Übermacht“. Der geneigte Leser kann sich sicherlich daran erinnern….

Was damals nicht gelang, erreichten jetzt die Anwohner des Wohnsitzes von Marianne Fritzen in etwas abgewandelter Form: Ihnen gelang die Umbenennung der alten Straßenbezeichnung Waldwinkel 1-3 in Marianne-Fritzen-Weg 1-3.

Der Weg dorthin sei anhand eines Auszuges aus der EJZ vom April 2017 hier noch einmal skizziert:

„Die Straße Waldwinkel in Kolborn wird in dem Teil, in dem einst Marianne Fritzen lebte, in Marianne-Fritzen-Weg umbenannt. Beantragt hatten das die drei an diesem Straßenstück wohnenden Familien. Fritzen, die im März 2016 starb, habe ’so viele Menschen auf ganz unterschiedliche Art fasziniert und bewegt, dass wir dachten, dass es schön wäre, wenn es außer dem Grab noch eine andere Form der Erinnerung gäbe‘, schrieben sie in ihrem Antrag an die Stadt. 16 der insgesamt 24 Ratsmitglieder stimmten für den neuen Namen -es ist damit in Lüchow die erste Straße, die nach einer Frau benannt ist-, fünf enthielten sich und drei stimmten mit Nein.“

Sicherlich hätte Frau Marianne Fritzen dies vermutlich nicht gewollt, da sie ja zu Lebzeiten auch nicht alle Ehrungen angenommen hat, aber bei der Umbenennung seinerzeit in Hitzacker hat sie doch geschmunzelt. Und so wird sie vermutlich auch wieder schmunzeln. Besucher am Grab in unmittelbarer Nähe des Weges werden dies vielleicht mit einem Augenzwinkern erkennen.

Marianne-Fritzen-Weg (Kolborn, 2017)An dieser Stelle sei den Anliegern für ihren Einsatz und für ihr Engagement für die Umbenennung des Waldwinkels 1-3 in Marianne-Fritzen-Weg 1-3 gedankt. Aber auch der Stadt Lüchow, die in ungewöhnlich kurzer Zeit, dies fast unbürokratisch ermöglicht hat. Dies ist für eine Kommune nicht selbstverständlich, wie andere Beispiele zeigen.

Aber vielleicht ist dies ein Zeichen für die Zukunft bei neuen Straßenbenennungen auch an verdiente Frauen zu denken. Es gibt im Landkreis sicherlich auch noch andere verdienstvolle Mitbürgerinnen, die sich für die Allgemeinheit eingesetzt haben. Also, wer will, schaue sich das neue Straßenschild an.“ (Friedhard Puch)

Einweihungsfest des Straßenschildes, gemeinsam mit den Kindern von Marianne im Juli 2017