Rückblick und Ausblick

Liebe Mitglieder und Förderer des Gorleben-Archivs,
liebe Freunde und Interessierte des Gorleben-Archivs,

in wenigen Wochen, am 22. Februar 2017, begehen wir den 40. Jahrestag der Standortbenennung Gorleben. Das ist kein Grund zum Feiern. Im Gegenteil. Der Gorleben-Konflikt ist noch lange nicht beendet. Und schon jetzt ist klar, dass auch die nachfolgenden Generationen mit dem Thema Atommüll noch lange werden zu kämpfen haben. Experten der Endlager-Suchkommission schätzen, dass es möglicherweise bis Mitte oder sogar Ende des nächsten Jahrhunderts dauern wird, bis ein Standort gefunden, der letzte Atommüllbehälter eingelagert und das Endlagerbergwerk endgültig verschlossen ist. Ob dabei im Sinne bestmöglicher Sicherheit oder kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen verfahren wird, bleibt eine Frage der politischen Machtverhältnisse. Die Gorlebener Protestbewegung darf deshalb nicht nachlassen, sondern muss diesen Prozess auch in Zukunft wachsam begleiten!

Es bleibt die Aufgabe des Gorleben-Archivs, diese Geschichte – die noch nicht Geschichte ist – zu dokumentieren und der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen.

Wir danken allen Mitgliedern und Freunden, dass sie uns bei dieser Aufgabe unterstützen!

Das Archiv-Jahr 2016 war für uns erfolgreich, arbeitsintensiv, lehrreich und einschneidend zugleich. Mit diesem Rundbrief möchten wir Ihnen/Euch einen kurzen Überblick geben:

  • Ausstellungen und Veranstaltungen:
    Exponate und Informationen des Gorleben Archivs sind oder waren 2016 in diversen Ausstellungen zu sehen – etwa im Wendland während der Kulturellen Landpartie, in Lübeln auf einer internationalen Konferenz des Rates für Denkmalpflege, in Lüneburg, Berlin, Leipzig und sogar im japanischen Kyoto. Daneben haben wir unsere Arbeit auch auf mehreren Film- und Informationsveranstaltungen u.a. mit dem Fotografen Günter Zint vorgestellt. Auch 2017 wartet wieder viel Arbeit auf das Gorleben Archiv.
  • Besucher:
    Das Archiv hat im letzten Jahr unzählige Besucher empfangen. Einzelpersonen und Gruppen auch aus dem Ausland haben sich über unsere Arbeit informiert. Studenten, Buchautoren, Journalisten und Dokumentarfilmer, die sich teilweise mehrere Tage in unseren Räumen aufhielten, nutzten unseren umfangreichen Bestand für ihre Recherchen.
  • Der Bestand:
    Unser Bestand wächst immer noch ständig. Materialien aus ganz Deutschland erreichen das Archiv. Im letzten Jahr waren es besonders viele und wertvolle Fotos, Dias und Filme, die uns von ihren Besitzern überlassen wurden. Der verantwortungsvolle Umgang mit allen uns anvertrauten Dokumenten und Bildmaterialien ist für uns selbstverständlich. Wir arbeiten intensiv daran, den gesamten Bestand über das Augias-Datensystem zu sichern.

Wir danken allen Mitgliedern und Spendern für ihre Unterstützung und wünschen Ihnen/Euch ein glückliches und gesundes neues Jahr.